Kontinuierliche Erfassung
Die Erfassung der Stationsqualität
Als Zu- bzw. Abbringer sowie als Aufenthaltsort prägen die Verkehrsstationen maßgeblich den ersten Eindruck der Reisenden. Für die Verbesserung der Qualität erfassen die drei SPNV-Aufgabenträger in NRW kontinuierlich die Stationsqualität. Dabei werden auch Mängel an der Station und dem Umfeld dokumentiert, um diese durch den Infrastrukturbetreiber beheben zu lassen.
Im Folgenden werden für jeden Aufgabenträger Ergebnisse für das vergangene Jahr vorgestellt. Da jeder Aufgabenträger unterschiedliche Bewertungskriterien zugrunde legt, ist keine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse möglich. Auch gibt es Abweichungen bzgl. der Bewertungsstufen je nach Aufgabenträger. Weiterführende Details sind im jeweiligen Stationsbericht der Aufgabenträger zu finden.
Stationsqualität im Aufgabenträgergebiet von go.Rheinland
Bewertungsstufen: Bei go.Rheinland erfolgt die Bewertung der Stationsqualität in den vier Bewertungsstufen „ausgezeichnet“, „akzeptabel“, „noch akzeptabel“ und „nicht akzeptabel“, wobei die Bewertungsstufe „ausgezeichnet“ erst im Jahr 2024 eingeführt wurde, um besonders gute Stationen beurteilen zu können.
Stationen: Im Oktober 2024 wurde die neu errichtete Station Forschungsflugplatz Würselen-Merzbrück in Betrieb genommen und wurde im Jahr 2025 erstmals in Bezug auf die Stationsqualität erfasst und beurteilt. Wegen der Flutauswirkungen im Sommer 2021 konnten sechs Stationen (Stolberg Altstadt sowie die Stationen entlang der Strecke Euskirchen – Bad Münstereifel) auch im Jahr 2025 nicht erfasst werden. Sie finden sich in der hier dargestellten Statistik in der Kategorie „ohne Bewertung“.
Status: Im Gesamtergebnis hat sich die Stationsqualität im Aufgabenträgergebiet von go.Rheinland gegenüber 2024 deutlich verschlechtert. Nur noch gut die Hälfte der Stationen wurde mit den Bewertungsstufen „ausgezeichnet“ und „akzeptabel“ bewertet und hat somit ein gutes Ergebnis erzielt. Im Jahr 2024 waren es noch knapp 75 %. Graffiti, welche beispielsweise an mehreren Ausstattungsmerkmalen zu finden sind, führen jedes Mal zu einer Abwertung des Erscheinungsbilds.
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Gründe, die zur Verbesserung/Verschlechterung an den Stationen führten:
Verbesserungen:
- Erscheinungsbild der Fahrkartenautomaten
- Funktionalität und Erscheinungsbild der Entwerter
- Funktionalität und Erscheinungsbild der Fahrtreppen
Verschlechterungen:
- Graffiti
- Vandalismus
- Sauberkeit der Aufzüge
- Bauzustand der Zugangsbereiche
Folgende Stationen weisen im direkten Vergleich zum Vorjahr deutliche Verbesserungen bzw. Verschlechterungen auf:
Positiv-Beispiele:
- Aachen-Schanz
- Buir
- Frechen-Königsdorf
Negativ-Beispiele:
- Bergheim
- Duckterath
Stationsqualität im Aufgabenträgergebiet des NWL
Bewertungsstufen: Beim NWL erfolgt die Bewertung der Stationsqualität in den drei Bewertungsstufen „akzeptabel“, „noch akzeptabel“ und „nicht akzeptabel“.
Stationen: Aufgrund von Baumaßnahmen konnten die drei Stationen Dülmen, Ibbenbüren und Lünen Hbf 2025 nicht bewertet werden. In der dargestellten Statistik sind diese Stationen in der Kategorie „ohne Bewertung“ berücksichtigt. Bei den Stationen Sondern, Oeventrop, Vlotho und Lengerich (Westf) wiederum wurden die Bautätigkeiten beendet, sodass diese Stationen im Jahr 2025 wieder in die Stationsbewertung einfließen konnten. Ebenfalls wurde die im Oktober 2024 in Betrieb genommene Station Hamm-Westtünnen im Jahr 2025 bewertet.
Status: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Stationsqualität leicht verschlechtert, ist aber mit 80 % mit „akzeptabel“ bewerteten Stationen unverändert auf einem hohen Niveau.
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Gründe, die zur Verbesserung/Verschlechterung an den Stationen führten:
Verbesserungen:
- Fahrgastinformation (Fahr- und Netzpläne am Bahnsteig und Fahrpläne im Zugangsbereich)
- Funktionalität der Vitrinen am Bahnsteig
Verschlechterungen:
- Graffiti im Zugangsbereich sowie am Bahnsteig
- Sauberkeit der Grünanlagen am Bahnsteig
Folgende Stationen weisen im direkten Vergleich zum Vorjahr deutliche Verbesserungen bzw. Verschlechterungen auf:
Positiv-Beispiele:
- Volkringhausen
- Westheim (Westf)
- Sanssouci
Negativ-Beispiele:
- Listerscheid
- Münster Zentrum Nord
- Beelen
Stationsqualität im Aufgabenträgergebiet des VRR
Bewertungsstufen: Beim VRR erfolgt die Bewertung der Stationsqualität in den vier Bewertungsstufen „ausgezeichnet“, „ordentlich“, „entwicklungsbedürftig“ und „nicht tolerierbar“.
Stationen: Im Jahr 2025 besteht die Besonderheit, dass acht der insgesamt 296 Stationen nicht erhoben werden konnten, da diese ganzjährig durch SEV bedient wurden. Gründe hierfür sind Personalmangel auf den Linien RB 36 (zwischen Oberhausen Hbf und Duisburg-Ruhrort) und RE 44 (zwischen Oberhausen Hbf und Bottrop Hbf) sowie ein Hangrutsch entlang des Laufwegs der S 6 (zwischen Hösel und Essen-Kettwig). Diese Stationen sind in der dargestellten Statistik in der Kategorie „ohne Bewertung“ enthalten.
Status: Im direkten Vergleich zum Vorjahr zeigt sich 2025 ein ähnliches Gesamtbild. Gut die Hälfte der Stationen wurden mit „ausgezeichnet“ bzw. „ordentlich“ bewertet, dies dokumentiert einen guten Gesamtzustand der betroffenen Stationen. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass bei insgesamt 137 Stationen (46 %) zum Teil deutliches Verbesserungspotenzial besteht, da diese Stationen nur mit „entwicklungsbedürftig“ oder gar „nicht tolerierbar“ beurteilt werden konnten.
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Gründe, die zur Verbesserung/Verschlechterung an den Stationen führten:
Verbesserungen
- Zustand und Funktionalität der Ausstattungsmerkmale
- Ausstattung und Funktionalität der Fahrgastinformationsmedien
- Zunahme der Barrierefreiheit durch Modernisierungsmaßnahmen
Verschlechterungen:
- Verschmutzungen (Müll, Graffiti)
- bauliche Mängel
Folgende Stationen weisen im direkten Vergleich zum Vorjahr deutliche Verbesserungen bzw. Verschlechterungen auf:
Positiv-Beispiele:
- Herne-Wanne-Eickel Hbf
- Essen Zollverein Nord
- Xanten
Negativ-Beispiele:
- Oberhausen Hbf
- Essen West
- Hattingen Mitte
Bildnachweis Foto: Smilla Dankert · © Nahverkehr Westfalen-Lippe